Bäumchen, wechsel dich!

Jetzt beginnt die Umtopfzeit für Topf- und Kübelpflanzen

Wenn draußen endlich wieder die Sonne lacht, steigt der Energielevel spürbar an, da geht es den Pflanzen wie den Menschen. Manche Zimmerpflanzen kann man geradezu aufatmen sehen, wenn die Heizung nicht mehr ständig auf Hochtouren läuft und vor allem wieder mehr Licht durchs Fenster fällt: Sie recken und strecken sich, neue Blättchen sprießen und das Blattgrün erscheint deutlich intensiver. Selbst Kübelpflanzen im dunklen Winterquartier registrieren genau, wenn der Frühling vor der Tür steht, und bereiten sich auf die Freiluftsaison vor. Wer jetzt gute Startbedingungen schafft, profitiert davon nachhaltig. Die Gütegemeinschaft Substrate für Pflanzen e.V. (GGS) empfiehlt, rechtzeitig zu kontrollieren, welche Topf- und Kübelpflanzen einen größeren Topf und frische Erde benötigen.

Als Faustregel gilt: Umgetopft wird alle zwei Jahre – und zwar in einen Topf, dessen Durchmesser zwei bis drei Zentimeter größer ist als der des alten Pflanzgefäßes. Dringend Not tut ein neuer Topf auch immer dann, wenn die Pflanzenwurzeln außen am Topfboden bereits ein dichtes Geflecht bilden oder sich der Kunststofftopf durch den Wurzeldruck schon deutlich sichtbar nach außen dehnt. Ältere Pflanzen, die langsamer wachsen, dürfen durchaus auch mal drei bis vier Jahre im selben Gefäß ausharren. Doch spätestens, wenn die Blumenerde keine schöne Krümelstruktur aufweist oder die Erdoberfläche mit Kalkablagerungen verkrustet ist, wird es Zeit für eine Frühjahrskur.

Ein größerer Topf mit frischem Substrat bietet den Pflanzenwurzeln nicht nur mehr Raum und sicheren Halt, sondern verbessert auch das Wasserhaltevermögen und die Speicherkapazität für Nährstoffe – vorausgesetzt, es handelt sich um eine qualitativ hochwertige Blumenerde. Die Gütegemeinschaft Substrate für Pflanzen e.V. (GGS) rät Verbraucherinnen und Verbrauchern, Produkte mit dem RAL-Gütezeichen zu verwenden. Für RAL-gütegesicherte Substrate werden ausschließlich qualitativ hochwertige Ausgangsstoffe verwendet, die für eine optimale Pflanzenverträglichkeit und Strukturstabilität sorgen. Sie unterliegen einer engmaschigen Qualitätskontrolle durch unabhängige Labore, dürfen lediglich minimale Abweichungen in den Nährstoffgehalten aufweisen und müssen frei von Unkrautsamen und pflanzenschädigenden Stoffen sein. Auf diese Weise sind optimale Wachstumsbedingungen gewährleistet und Sie können sich über vitale Pflanzen freuen.

Umtopfen leicht gemacht
So blühen Ihre Pflanzen auf!

  1. Pflanze am Tag vor dem Umtopfen gießen.
  2. Bei Balkon- und Terrassenpflanzen sorgt eine Schicht aus Kies oder Blähton am Topfboden auch bei anhaltendem Regen für einen guten Wasserabzug.
  3. Den Boden des neuen Topfes mit Erde bedecken, den alten Topf probeweise hineinstellen: Die Erdschicht soll später ein bis zwei Zentimeter unterhalb des Gefäßrandes enden.
  4. Wurzelballen samt Kunststofftopf mit den Händen rundum ein paar Mal vorsichtig zusammendrücken. 
  5. Wurzelballen aus dem alten Topf herausheben. Falls vorhanden, feines Wurzelgeflecht am Topfboden entfernen. Ragen dickere Wurzeln heraus, den alten Kunststofftopf vorsichtig aufschneiden.
  6. Wurzelballen durch leichtes Zusammenpressen lockern. Vertrocknete oder angefaulte Wurzelteile entfernen. 
  7. Ballen mittig in den neuen Topf setzen, gerade ausrichten und rundum mit frischem Substrat auffüllen. Der Ballen sollte genauso tief in der Erde sitzen wie zuvor.
  8. Rundum andrücken und durchdringend angießen – fertig.

Extra-Tipp: Bei großen Kübelpflanzen, die im selben Gefäß bleiben sollen, entfernen Sie einfach rundherum etwas Erde vom Wurzelballen. Falls das aufgrund der starken Durchwurzelung nicht möglich ist, schneiden Sie mit einem scharfen Messer ein bis zwei „Tortenstücke“ aus dem Ballen heraus. Dabei jedoch nicht zu weit bis in die Mitte scheiden, damit die Hauptwurzeln nicht verletzt werden.