Gütekriterien - Blähton als Kultursubstrat
Blähton als Kultursubstrat.
Blähton entsteht durch die Erhitzung von hochwertigem Rohton mit Blähfähigkeit unter dem Zusatz von Blähhilfen in einem Drehrohrofen auf 850 - 1200 Grad/C. Diese Behandlung bewirkt eine Volumenzunahme auf ein Mehrfaches der ursprünglichen Teilchengröße. Zunächst ein Rohstoff aus der Bauindustrie, findet sich Blähton heute in zahlreichen Einsatzbereichen im Gartenbau:
- Zur Produktion von Schnittblumen und Gemüse
- Als Substrat der Hydrokultur in der Innenraumbegrünung
- Als Substratbestandteil in der Dachbegrünung.
Dies verdankt der Blähton seinen vorteilhaften Eigenschaften:
- geringes Gewicht
- strukturstabil ohne zersetzbare Bestandteile
- große äußere und innere Oberflächen, die eine Bildung von Wasserfilmen ermöglichen
- geringer Salzgehalt
Die Verwendung im Gartenbau stellt völlig andere Anforderungen an die Blähtonqualität als die Bauindustrie. Daher wurden schon 1979 Extraktionsmethoden und ein Untersuchungsprogramm für Blähtone am Institut für Bodenkunde und Pflanzenernährung der Versuchsanstalt an der FH Weihenstephan entwickelt, die eine Pflanzenverträglichkeit des Materials sicherstellen sollten.
Die RAL-Gütesicherung sieht sich dieser Tradition verpflichtet, bezieht zudem aber auch weitere Qualitätsparameter mit ein, die in den letzten Jahren in den Blickpunkt gerückt sind.






